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Frankfurter Kasematten

Ein neuer „Unterwelt Kultur Darmstadt e.V.“ muss sich auch für die Unterwelten in der Nachbarschaft interessieren. Das denkt sich zu Recht unser „Schatzmeister“ Claudio. Deswegen bringt er zur Vereinssitzung einen Artikel aus dem geschätzten „Darmstädter Echo“ vom 18.8.2018 mit, in dem unter der Überschrift „In der Unterwelt“ Streifzüge durch das Oppenheimer Kellerlabyrinth und die Frankfurter Kasematten empfohlen werden. Mit abgedruckt sind freundlicherweise die nächsten Führungen: In den Frankfurter Kasematten etwa am 30. September um 14.00 Uhr und um 15.30 Uhr. Das Oppenheimer Kellerlabyrinth ist noch bis zum 31. Oktober täglich geöffnet. Wir schauen mal, ob wir an einem der beiden Orte eine gemeinsame Begehung hinbekommen….
4. September 2018 - Ludger Fitkau

Kasematte laut Duden:

„-durch starkes Mauerwerk [und Aufschüttung von Erde] gegen feindlichen Beschuss gesicherter Raum (Gewölbe) in Festungen,

-durch Panzerwände gesicherter Raum zur Aufstellung von Geschützen in einem Kriegsschiff.“

Nein, auf einem Kriegsschiff war die Abordnung des „Unterwelt Kultur Darmstadt“ e.V. ( Claudio, Gaby, Jeanette und ich) am 2.9. 2018 in Frankfurt am Main nicht. Also geht es um den ersten Duden-Spiegelstrich. Um in diesen Raum zu gelangen, mussten wir zunächst ins Waisenhaus. Das liegt am Nordrand der frühneuzeitlichen Mainmetropole nicht weit von der Konstablerwache entfernt, dort wo mächtige Festungsanlagen die Stadt vor Angreifern aus der Wetterau schützten. Das Waisenhaus ist ein Neubau, der eigentlich eine noch größere Tiefgarage habe sollte. Doch dann stieß man auf eine 400 Jahre alte Kasematte. Die blieb stehen, das Parkhaus wurde kleiner als ursprünglich geplant. Die Kasematte wurde ausgegraben und kann jetzt besichtigt werden – nur an den Wochenenden und nach Anmeldung über das Archäologische Museum in FfM, denn das Waisenhaus ist eine Privatstiftung und deshalb liegt die Kasematte auf Privatgelände.

Fazit: Muss man nicht unbedingt gesehen haben. Die Unterwelt Darmstadt ist ungleich vielfältiger. Außerdem war die Frankfurter Kasematte nie in Betrieb. Sie stand schon kurze Zeit nach dem Bau unter Wasser. Eine Quelle wurde irgendwie übersehen. Na ja, ein Waisenhaus ist auch irgendwie beruhigender als ein „gegen feindlichen Beschuss gesicherter Raum“, in dem man nur nasse Füße kriegt. Liebe Grüße ! Ludger

 
LG
 
Ludger